Ärzte Zeitung online, 13.09.2011

Aktionsplan für Stopp der Tuberkulose-Ausbreitung in Europa

LONDON (dpa). Mit einem verpflichtenden Aktionsplan will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die dramatische Ausbreitung der Tuberkulose in Europa stoppen.

Der Plan, der am 13. September bei einer Tagung des WHO-Regionalbüros Europa in Baku in Aserbaidschan vorgelegt wurde, sieht unter anderem mehr Zusammenarbeit bei der Suche nach wirksamen Medikamenten und Impfstoffen vor sowie Aktionen, um das Problembewusstsein der Menschen zu fördern.

Dabei geht es vor allem um die sogenannte multiresistente sowie die extensiv resistente Tuberkulose, die besonders schwer zu bekämpfen sind.

"Die Tuberkulose ist eine Krankheit mit einer langen Geschichte, die nie verschwunden ist und sich jetzt rasant ausbreitet", sagte Zsuzsanne Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, laut einer Mitteilung. Man wisse, was man dagegen tun könne, und das WHO-Büro werde die Mitglieder bei der Umsetzung des Aktionsplans unterstützen. Dadurch könnten bis zu 120.000 Menschenleben gerettet werden.

Informationen des WHO-Europabüros zur Konferenz

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »