Ärzte Zeitung, 31.01.2006

Dörfer in Zypern wegen Vogelgrippe unter Quarantäne

NIKOSIA/ISTANBUL (dpa). Nach dem ersten Vogelgrippe-Nachweis im türkischen Teil der Mittelmeerinsel Zypern haben die dortigen Behörden die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche verstärkt. Sieben Dörfer unweit der Hafenstadt Famagusta wurden unter Quarantäne gestellt.

Das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 war bei verendeten Hühnern und Puten im Dorf Incirli festgestellt worden. Das Virus war am Referenzlabor in Weybridge bei London nachgewiesen worden, berichtet die EU-Kommission in Brüssel.

Der Ministerpräsident der türkischen Republik Nordzypern, Ferdi Sabit Soyer, bezeichnete es als höchstwahrscheinlich, daß der Erreger durch Zugvögel von einem nahegelegenen See übertragen wurde. Proben aus anderen Teilen Nordzyperns seien negativ ausgefallen.

Soyer forderte die griechisch-zyprische Regierung zu enger Zusammenarbeit auf. Es reiche nicht aus, die Grenze zwischen dem Norden und dem zur EU gehörenden Südteil der Insel für Tiertransporte zu schließen. Zugvögel würden keine Grenzen kennen.

In Saudi-Arabien wurden 37 Jagdfalken getötet, nachdem bei fünf der Tiere das Vogelgrippe-Virus H5 entdeckt worden war. Jetzt wird geprüft, ob es sich um das gefährliche Virus vom Subtyp H5N1 handelt.

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