Ärzte Zeitung, 06.03.2006

Diagnostik? Erst zur Kasse!

BERLIN/FRANKFURT (ine/fst). Die Diagnostik zur Klärung des Verdachts einer H5N1-Infektion bei Menschen ist keine Regelleistung der gesetzlichen Kassen. Versicherte müssen sich erst die Kostenübernahme von der Kasse bestätigen lassen.

Besonders Helfer, die tote Vögel - wie hier auf Rügen - einsammeln, sind möglicherweise durch eine H5N1-Infektion gefährdet. Foto: dpa

"Das ist keine Idee der KBV, sondern darauf haben die Kassen bestanden", sagte KBV-Sprecher Roland Stahl gestern der "Ärzte Zeitung". Unklar ist, wie die Finanzierung der Diagnostik im Falle einer Pandemie geregelt wird. "Ergänzende Beratungen" seien nötig, heißt es in einem KBV-Schreiben an die KVen.

"Wir Ärzte sollten uns über diese Regel hinwegsetzen", sagt der Allgemeinarzt Otmar Carewicz. Auch andernorts droht in Deutschland im Fall einer Grippe-Pandemie ein Chaos an Zuständigkeiten. Viele Kommunen und Kliniken sind nicht vorbereitet.

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