Ärzte Zeitung, 31.03.2006

H5N1-Infektion durch Kontakt mit lebendem Geflügel

PEKING (dpa). Zwei Vogelgrippe-Kranke in China sind offenbar nicht mit erkranktem oder totem Geflügel in Berührung gekommen. Es besteht der Verdacht, daß sie sich bei geimpften Tieren angesteckt haben.

So konnte bei einer 29jährigen Chinesin, die in Schanghai gestorben ist, und bei einem Mann aus Kanton nur ein Kontakt mit gesundem Geflügel nachgewiesen werden. In beiden Gebieten waren keine Ausbrüche der Krankheit bei Geflügel gemeldet worden.

In China wurden jedoch die meisten Geflügelbestände geimpft. Spezialisten hatten zuvor Bedenken geäußert, daß durch die Massenimpfungen das Virus schwerer zu entdecken sei und vielleicht unterschwellig weitergegeben werden könnte.

"Man kann das H5N1-Virus auch durch Kontakt mit lebendem Geflügel und Zugvögeln bekommen", sagte Professor Zhong Nanshan, der Präsident der chinesischen Ärztevereinigung.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Gefährliche Geflügel-Impfungen

Topics
Schlagworte
Vogelgrippe (509)
Krankheiten
Vogelgrippe (650)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »