Ärzte Zeitung, 27.06.2006

Menschen in China bereits 2003 an Vogelgrippe erkrankt

Erste Erkrankungen verschwiegen / WHO will Aufklärung

PEKING (dpa). Chinesische Wissenschaftler haben enthüllt, daß in China bereits im November 2003 und damit zwei Jahre früher als offiziell zugegeben ein Mann nachweislich an der Vogelgrippe erkrankt ist.

Der 24jährige sei vier Tage nach der Ankunft in einem Krankenhaus gestorben, heißt es in einem Schreiben, das in der aktuellen Ausgabe des "New England Journal of Medicine" publiziert wurde. Die WHO bat das Gesundheitsministerium in Peking formell um Aufklärung.

"Wir wollen wissen, was gewußt wurde, wann und von wem", sagte WHO-Sprecher Roy Wadia in Peking. Der Fall wecke "eine ganze Reihe alter Fragen" über die interne Kommunikation in China und die Zeitrahmen, in denen Infektionen berichtet werden. Es müsse auch geklärt werden, was die Ursache für die Ansteckung gewesen sei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »