Ärzte Zeitung, 01.08.2006

H5N1 mit H3N2 gekreuzt

Hybridvirus war im Tierversuch weitgehend harmlos

ATLANTA (mut). US-Forscher haben H5N1-Vogelgrippe-Viren mit H3N2-Humaninfluenza-Viren gekreuzt. In einem Grippe-Tiermodell erkrankten die Tiere nur schwach an den Hybrid-Viren und konnten sie kaum übertragen.

Die Forscher wollten herausfinden, ob durch eine Kreuzung von Human- und Vogelinfluenza-Viren ein neues Pandemie-Virus entstehen kann. Solche Kreuzungen führten zu den Pandemien von 1957 und 1968.

Als Tiermodell verwandten sie Frettchen. Die Wiesel-ähnlichen Tiere reagieren auf Grippe-Viren ähnlich wie Menschen: Sie erkranken schwer an H5N1 und können das Virus aber nicht übertragen, aber sie erkranken leicht an H3N2 und können dieses Virus gut übertragen.

Erzeugten die Forscher Viren mit H5N1-Oberflächenproteinen und inneren Proteinen von H3N2, so ließ sich das Virus weder zwischen den Tieren übertragen, noch war es gut replikationsfähig. Ein Hybrid mit H3N2-Oberfläche und H5N1-Innerem konnte sich in den Tieren zwar gut vermehren, ließ sich aber ebenfalls kaum übertragen (PNAS online).

Topics
Schlagworte
Vogelgrippe (509)
Krankheiten
Grippe (3190)
Vogelgrippe (650)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »