Ärzte Zeitung, 10.09.2007

Notschlachtung soll Vogelgrippe Einhalt gebieten

TRUMLING (ddp). Die größte Notschlachtung in der Geschichte der Bundesrepublik hat am Wochenende begonnen. 205 000 Enten werden wegen des Nachweises von Vogelgrippe bei den Tieren getötet.

Am Samstag nahm die Elektroschockanlage in einem Entenmasthof mit 25 000 Tieren im Dorf Trumling in der Oberpfalz den Betrieb auf. Inzwischen werden etwa 180 000 Enten in einem zweiten infizierten Betrieb in Hofing gekeult.

Die Enten werden dazu in das Gestänge einer Elektroschockanlage eingehängt. Wie an einem Fließband werden die Vögel dann mit den Köpfen durch ein unter Strom stehendes Wasserbecken gezogen und getötet. Die Kadaver werden in Containern zu einer Tierverwertungsanlage transportiert und dort verbrannt.

Nach Angaben des bayerische Umweltministeriums wurden in Proben aus den beiden Betrieben das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 gefunden. Die Proben waren genommen worden, da es Kontakte zu dem Vogelgrippehof in Wachenroth in Mittelfranken gegeben hatte. Dort waren vor zwei Wochen über 160 000 Tiere notgeschlachtet worden.

Topics
Schlagworte
Vogelgrippe (509)
Krankheiten
Vogelgrippe (650)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »