Ärzte Zeitung online, 26.01.2009

Vierter Todesfall durch Vogelgrippe in China - sechster Mensch infiziert

PEKING (dpa). Zum vierten Mal in einem Monat ist in China ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Eine Frau erlag in der nordwestchinesischen Stadt Ürümqi einer Infektion mit dem Virus H5N1. Die 31-Jährige hatte ein lebendes Huhn auf einem Markt gekauft und zum Essen zubereitet.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag ferner berichtete, ist auch ein 29-jähriger Mann in Südwestchina an dem Virus erkrankt und in kritischem Zustand. Es ist die bislang sechste offiziell bestätigte Ansteckung in diesem Monat.

Die verschiedenen Infektionen an weit voneinander entfernt gelegenen Orten lassen vermuten, dass das Virus in der weltweit größten Geflügelpopulation in China weiter verbreitet ist als bisher angenommen.

Experten befürchten vor allem eine Mutation des Virus, so dass es auch von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte, was eine weltweite Pandemie auslösen könnte. Seit dem Wiederauftreten der Vogelgrippe 2003 hat es weltweit rund 400 bestätigte Infektionen von Menschen gegeben. Etwa 250 Patienten starben. China meldete bislang 36 Erkrankungen und 24 Tote.

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