Medica Aktuell, 20.11.2009

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Medizin mit Laser, Helium und "Suizidsubstrat"

Bei der Sonderschau Medica Vision wagen innovative Medizintechniker den Blick in die Zukunft.

Ein einfaches Verfahren zur Navigation bei CT-gesteuerter Feinnadelpunktion hat das Unternehmen amedo Smart Tracking Solutions entwickelt. Mit einem rotierbaren Laserpointer wird während der CT-Untersuchung die Einstichstelle markiert. Der Arzt sticht dann entlang des Laserstrahls ins Gewebe. Bei 30 Patienten mit periradikulären Injektionen wurden dank Lasernavigation am Grönemeyer Institut für Mikromedizin Einstichstelle und Zielgewebe signifikant besser getroffen. Die Strahlenbelastung lag um die Hälfte niedriger, und mehrere Minuten Untersuchungszeit wurden eingespart.

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Hier lang: Volker Trösken zeigt eine lasergestützte Punktion im CT.

Ein Helium-MRT für die Lungendiagnostik hat ic-automation entwickelt. "Damit kann der Sauerstoffpartialdruck in unterschiedlichen Lungenregionen ermittelt werden. Das hilft dem Chirurgen bei der Entscheidung, welche Lungenareale entfernt werden können", sagte Manuela Güldner von der Uni Mainz.

Agrobiogen präsentierte bei der Medica Vision einen Schnelltest zur Erkennung der Vogelgrippe. Der Test arbeitet mit einem Substrat, das von H5-/H7-Varianten des Grippevirus gebunden wird, dabei Fluoreszenzlicht freisetzt und verschwindet ("Suizidsubstrat"). "Mit diesem Test können Viren, die von Geflügel auf den Menschen überspringen, rasch erkannt werden", sagte Projektleiter Robert Leiser. (gvg)

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