Ärzte Zeitung, 27.07.2015

Niedersachsen

Vogelgrippe bei Legehennen

HANNOVER/MEPPEN. Nach dem Ausbruch einer hochansteckenden Form der Vogelgrippe haben die Behörden im Emsland einen Betrieb mit 10.000 Legehennen gesperrt. Die Tiere seien bereits getötet worden, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Montag in Hannover mit.

Dem Betrieb selber war bei Eigenkontrollen der Verdacht auf die Vogelgrippe gekommen, der sich nach Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigte. Nach Angaben von Mitarbeitern des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems handelt es sich um den Viren-Subtyp H7N7.

Um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, errichtete der Landkreis Emsland einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und einen Beobachtungsradius von zehn Kilometern um den Betrieb. In diese Gebiete darf Geflügel nicht herein- oder herausgebracht werden.

Geflügelbestände in einem Umkreis von einem Kilometer sind ebenfalls getötet worden. Das Ministerium rät, engen Kontakt zu infizierten Tieren zu meiden. Menschen könnten sich bei erkrankten und toten Vögel sowie bei Vogelprodukten und - ausscheidungen anstecken. (dpa)

[26.08.2015, 12:09:26]
Dr. Horst Grünwoldt 
"Seuchen"-Ausbruch
Sind die drastischen "Seuchen-Bekämpfungs-Maßnahmen" durch die zuständigen Veterinär-Behörden bei Feststellung eines wenig pathogenen Vogelgrippe-Virus-Subtyps H7N7 mit klassischen Keulungs- und weiträumigen Absperrungen noch gerechtfertigt? Und das bei den betriebstypisch, hygienisch isolierten Legehennen-Haltungen mit wenig Verbreitungsgefahr?
Oder könnte gar in dem intensiv eierproduzierenden Ballungs-Gebiet Emsland der "eigenkontrollierende" Legehennenbetrieb einen Eier-Konkurrenden durch seine Selbstanzeige ausgeschaltet haben?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

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