Ärzte Zeitung, 20.02.2004

Die Zahl der FSME-Infizierten ist gestiegen

15 Prozent mehr Erkrankte

MÜNCHEN (wst). Nach vorläufigen Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 275 Menschen im Jahr 2003 an der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) erkrankt. Gegenüber dem Vorjahr mit 239 gemeldeten FSME-Patienten bedeutet dies einen Anstieg um etwa 15 Prozent.

Zudem wurden allein in Bayern 2003 sechs neue Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen, wie Dr. Gerhard Dobler vom Klinikum recht der Isar der TU München bei einem Pressegespräch des Unternehmens Chiron Behring in München berichtet hat.

Daß FSME bei Kindern oft vergleichsweise weniger schwer verlaufe als bei Erwachsenen, relativierte bei der Veranstaltung Dr. Tatjana Poponikowa aus Kemerowo in Westsibirien. Nach ihren Angaben sterben in dem FSME-Hochrisikogebiet um Kemerowo pro Jahr bis zu elf Menschen an FSME, ein Viertel davon seien Kinder.

Mit modernen Impfstoffen wie Encepur® Kinder und Encepur® Erwachsene besteht für alle Altersgruppen ab dem ersten Lebensjahr die Möglichkeit, sich effektiv und verträglich vor FSME zu schützen, so Dr. Nikolaus Frühwein von der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen.

Dank dem zugelassenen Schnellimpfschema ist mit den Impfstoffen mit drei Impfungen in nur drei Wochen ein guter Schutz gegen FSME aufgebaut. Eine Auffrischung wird dann nach weiteren zwölf bis 18 Monaten empfohlen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »