Ärzte Zeitung, 27.05.2004

Neuartige Vakzine gegen Infektionen durch Zecken

Risiko der Übertragung von Keimen verringert

Fünf Zecken: Die Zecke links unten vergrößerte sich nach Injektion von Voraxin. Foto: R. Kaufman, Edmonton

EDMONTON (ple). Kanadische Forscher haben bei afrikanischen Zecken, die mit dem Holzbock verwandt sind, ein Eiweiß entdeckt, das zu einem Impfstoff weiterentwickelt werden kann.

Das Protein regt weibliche Zecken an, viel Blut zu saugen und sich dadurch um ein Vielfaches zu vergrößern. Das Eiweiß mit der Bezeichnung Voraxin wird in den Testes gebildet und bei der Kopulation an die Weibchen abgegeben (PNAS 101/16, 2004, 5874).

Voraxin stimuliert die Speichelproduktion und die Reifung der Ovarien. Auf damit geimpften Kaninchen wuchsen die Zecken wegen der Impfantikörper kaum, die Speichelproduktion verringerte sich und somit das Risiko der Übertragung etwa von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »