Ärzte Zeitung, 18.07.2007

Zecken- und Mückenplage befürchtet

BERLIN/MÜNCHEN (dpa). Der milde Winter und die plötzliche Hitze nach einer langen Regenperiode haben ideale Bedingungen für Mücken und Zecken geschaffen. Experten gehen daher von einem stark erhöhten Borreliose-Risiko aus.

Die derzeit warmen Temperaturen bieten nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gute Brutbedingungen für Mücken. "Durch den vielen Regen haben sich Tümpel oder Pfützen gebildet, die sich nun ideal für die Eiablage eignen", sagte NABU-Insektenexperte Julian Heiermann am Montag. "Das könnte noch ein sehr mückenreicher Sommer werden."

Andere Fachleute warnen nach dem milden Winter vor einer Zeckenplage und einem hohen Borreliose-Infektionsrisiko. Es gebe extrem viele Zecken, sagte Bernd Hoff, Vorsitzender des Borreliose Informations- und Selbsthilfevereins München (BOIS). In ganz Europa gebe es kein zeckenfreies Gebiet mehr. "Das müssen sich besonders die naturhungrigen Sommerurlauber bewusst machen und sich nach jedem Ausflug nach den winzigen schwarzen Spinnentieren absuchen."

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