Ärzte Zeitung, 17.02.2009

Bevor die Zecken wieder krabbeln: FSME-Impfung!

Impfraten sind niedrig, Schutz oft unvollständig

NEU-ISENBURG (eis). Wer jetzt seine Patienten gegen FSME impft, kann den Schutz bis zum Beginn der Zeckensaison leicht aufbauen. Vielen Menschen fehlen die Impfungen, hat eine Studie der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) ergeben.

Foto: Sven Hoppe©www.fotolia.de

Selbst in Bundesländern mit überwiegend Risikoregionen hat höchstens jeder dritte Bewohner den kompletten FSME-Schutz, wie 2008 die GFK-Befragung von fast 22 000 Haushalten mit 48 000 Personen in Deutschland ergeben hat. So waren nach den Daten in Bayern nur knapp 31 Prozent und in Baden-Württemberg knapp 26 Prozent der Befragten vollständig gegen FSME geimpft. Unvollständig geimpft waren 19 Prozent in Bayern und 16 Prozent in Baden-Württemberg. Und auch in den anderen Bundesländern hatten fünf bis zwölf Prozent der Befragten eine FSME-Impfung zwar begonnen, aber nicht abgeschlossen.

Unvollständig geimpfte Personen können ebenso schwer an FSME erkranken wie ungeimpfte. "Bei der heutigen Mobilität würde ich die Indikation zur Impfung sehr großzügig stellen", betont Professor Jochen Süss aus Jena, und: "Jetzt ist die Zeit günstig für die Impfungen". Der Schutz ist bei Aufenthalten in Risikoregionen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen indiziert. Im Ausland ist besonders in Österreich sowie in vielen Ländern in Nord- und Osteuropa die Impfung zu empfehlen.

www.zecken.de, www.zecken.info

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »