Ärzte Zeitung online, 19.02.2009

Berge nicht mehr frei von FSME-Viren

NEU-ISENBURG (eb). Auch Bergwanderfans haben ein Risiko für FSME-Infektionen, warnt der Impfbrief-online. So seien mit dem FSME-Virus infizierte Zecken erstmals auf über 1 500 Metern Seehöhe registriert worden.

Über den Fall wurde beim 11. Jahresmeeting der ISW-TBE (International Scientific Working Group on Tick-borne encephalitis) in Wien berichtet. Bis vor kurzem hatte man angenommen, dass Zecken oberhalb von 1 350 m Seehöhe nicht mehr vorkommen. Nach Studienergebnissen können sich Zecken aber in immer höheren Lagen noch vermehren, wobei ein möglicher Zusammenhang mit der Klimaerwärmung besteht (Cent Eur J Public Health 16, 2008, 4). Dadurch bedingt könne es auch zu einer Veränderung der Endemiegebiete kommen.

Zudem wurde bei dem Treffen berichtet, dass unpasteurisierter Ziegenkäse einer infizierten Ziege sehr effektiv das FSME-Virus überträgt. Insgesamt 6 Personen im Alter von 8 bis 65 Jahren hatten sich infiziert. Es handelte sich um einen Senner und dessen Familie.

www.impfbrief.de

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