Ärzte Zeitung online, 20.03.2009

Fachgesellschaft warnt vor Unterschätzung von Borreliose

TABARZ (dpa). Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft sieht eine Unterschätzung der von Zecken übertragenen Infektionskrankheit Borreliose. Obwohl sie die am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung sei, dominiere in der öffentlichen Wahrnehmung die viel seltenere Hirnentzündung FSME.

"Bei der Aufklärung über die Zeckengefahr dominiert die FSME-Schutzimpfung, die hilft aber gegen Borreliose nicht", sagte Präsident Hartmut Prautzsch am Freitag einem Gespräch mit der dpa in Tabarz (Thüringen). Schätzungen gehen von 60 000 bis 100 000 Borreliose-Neuerkrankungen jährlich in Deutschland aus, bei FSME werden 180 Fälle bekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »