Ärzte Zeitung online, 22.09.2010

Der Herbst gehört noch zur Zeckensaison

STUTTGART (eb). Auch zu Beginn der kälteren Jahreszeit sollten Naturfreunde sich und ihre Kinder nach Aufenthalten in der Natur auf Zecken kontrollieren.

Der Herbst gehört noch zur Zeckensaison

Auch im Herbst sind Zecken noch aktiv, solange die Temperaturen nicht unter 10 Grad sinken.

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Der Herbst gehört noch zur Zeckensaison, betont die AOK Baden-Württemberg. Erst ab Temperaturen unter 10° Celsius geben die Blutsauger auf. Wer keinen Impfschutz gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hat, sollte sich daher jetzt impfen lassen.

"Noch bis in den November hinein besteht die Gefahr, von Zecken gestochen zu werden und sich so mit Krankheiten wie FSME anzustecken", erklärt Dagmar Bredow vom AOK-Care-Telefon. In Baden-Württemberg sei die Gefahr besonders groß, denn hier wurden mehr als 45 Prozent der FSME-Erkrankungen im Jahr 2009 registriert. Bundesweit hat das Robert Koch-Institut im vergangenen Jahr 300 Fälle von FSME registriert. "Trotzdem sind derzeit nur rund 27 Prozent der Baden-Württemberger aus Risikogebieten geimpft", bemängelt Bredow.

Zudem lassen sich nach Angaben der Expertin die meisten Menschen erst ab April gegen FSME impfen: "Das ist ein Risiko, da der Impfschutz erst nach ungefähr einem halben Jahr seine volle Wirkung entfaltet. Und Zecken können bereits ab März aktiv sein." Optimal sei es, sich bereits im Winter impfen zu lassen. "Zecken können jedoch auch Borrelien übertragen, an denen jährlich geschätzte mehrere zehntausend Menschen in Deutschland erkranken", so Bredow.

Zeckenstiche sind daher generell zu vermeiden. Im Wald und Garten sollte lange Kleidung getragen werden. Auch Repellents bieten einen gewissen Schutz. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte der gesamte Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden, insbesondere Kniekehlen, Haaransatz und Leistenbereich.

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