Ärzte Zeitung, 19.02.2011

Jetzt an Schutz vor Zecken und FSME denken

Das Risiko für die von Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose nimmt jetzt wieder zu.

Von Privatdozent Tomas Jelinek

Schon jetzt sollte an einen Schutz vor Zecken und FSME gedacht werden

Bei Personen, die in FSME-Endemiegebieten leben oder dorthin reisen, lohnt es sich jetzt schon, den Impfschutz zu überprüfen und Impflücken zu schließen.

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen: An Tag 0, dann nach ein bis drei Monaten und einer Auffrischung abhängig vom Impfstoff nach fünf bis zwölf Monaten.

Von einem zuverlässigen Impfschutz ist etwa zwei Wochen nach der zweiten Teilimpfung auszugehen. Ist eine schnelle Immunisierung notwendig, so kann diese nach einem Kurzschema innerhalb von 14 bis 21 Tagen erfolgen.

Außer Deutschland - mit den Hauptrisikogebieten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Südhessen - ist das FSME-Virus auch in vielen anderen europäischen Ländern sowie in Teilen Asiens verbreitet.

Die baltischen Staaten und Russland gehören zu den Ländern mit den höchsten Fallzahlen. Aber auch bei Reisen nach Österreich, in die Schweiz, in den Osten Europas oder nach Finnland kann die Impfung sinnvoll sein.

Darüber hinaus sollte immer an die Expositionsprophylaxe erinnert werden. Sie ist die einzige Vorsorgemaßnahme gegen die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Europa: die Borreliose.

Um Zeckenstiche bei Wanderungen im Wald oder durch hohes Gras zu vermeiden, empfiehlt es sich, bedeckende Kleidung (lange Ärmel und Hosen) und geschlossene Schuhe zu tragen - auch im Sommer.

Danach sollte der Körper sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Denn es gilt: Je schneller eine blutsaugende Zecke entdeckt und entfernt wird, desto besser.

Weitere Informationen zur Reisemedizin unter: www.crm.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »