Ärzte Zeitung, 03.05.2011

Kommentar

Bei FSME an einem Strang ziehen!

Von Wolfgang Geissel

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland an FrühsommerMeningo-Enzephalitis (FSME) erkranken, mag niedrig sein. Angesichts hochwirksamer und nebenwirkungsarmer Impfstoffe ist aber jeder Betroffene einer zu viel.

Wer in Risikoregionen in der Natur unterwegs ist, sollte den Schutz haben. Und besonders ältere Menschen brauchen die Impfung, weil sie ein hohes Risiko für FSME-Komplikationen haben.

Die FSME-Impfraten sind in den meisten Risikoregionen niedrig. Und immer weniger Menschen werden geimpft, wie die Zahl der verordneten Impfdosen bei Erwachsenen belegt. Dass es trotzdem in einigen Kreisen Fortschritte gibt, ist oft den Initiativen einzelner Gesundheitsämter zu verdanken.

Im Odenwaldkreis war zum Beispiel der ehemalige Landrat selbst schwer an FSME erkrankt. Das Gesundheitsamt dort tauscht sich seither mit Allgemeinmedizinern und Pädiatern über die Prävention aus. Lehrer, Eltern und die Öffentlichkeit werden regelmäßig informiert sowie Eltern bei Schuleingangsuntersuchungen beraten und Schüler-Impfpässe kontrolliert.

Dass dort alle Beteiligten an einem Strang ziehen, hat sich durch gute Impfraten und sinkende Erkrankungszahlen in der Region ausgezahlt.

Lesen Sie dazu auch:
RKI mahnt Aufklärung zum FSME-Schutz an

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