Ärzte Zeitung, 26.04.2004

Aufklärung im Zugabteil mit vielen Infos und DNA-Modellen

Gang durch die Ausstellung mit einem Onkologen / "Nur wer die Therapie versteht, akzeptiert sie auch" / Wissensvermittlung im Vordergrund

Infos auf Schienen: Der Onkologe Professor Hans Tesch mit seiner Frau beim Besichtigen der Info-Ausstellung. Fotos: sbra

Per Knopfdruck erzählen Krebspatienten in einem Videomitschnitt von ihrer Krankheit, über Kopfhörer wird über Behandlungsmöglichkeiten informiert: Die Aufklärung zum Thema Krebs steht im Mittelpunkt der Ausstellung des europäischen Zug gegen Krebs (wir berichteten).

Die Schau zieht auch viele Jugendliche an.
Die Ausstellung im "Zug gegen Krebs" stößt auf reges Interesse.

"Solch gute und verständliche Informationen zum Thema Krebs findet man selten", sagt Professor Dr. Hans Tesch aus Frankfurt/Main. Der niedergelassene Onkologe ist beim Rundgang durch die Ausstellung ganz begeistert von der Präsentation.

Der Zug gegen Krebs ist eine Initiative des Pharma-Unternehmens Aventis. Deutsche Partner sind unter anderem die "Ärzte Zeitung" und die Deutsche Krebsgesellschaft. Nach dem Start in Belgien und Frankreich hatte der Zug in Frankfurt/Main und München einen Halt eingelegt, heute und morgen ist die Ausstellung in Hamburg-Altona zu sehen, am 3. und 4. Mai in Straßburg.

Die Aktion steht unter dem Motto "Mehr Wissen bekämpft Krebs". Viele Menschen haben Angst vor der Krankheit und scheuen die Auseinandersetzung. Diese Erfahrungen hat auch Tesch in seiner Praxis gemacht. Er findet es gut, daß die Ausstellung dies aufgreift. "Es ist wichtig, über Therapien wie die Chemotherapie aufzuklären", sagt Tesch.

Das nehme den Menschen die Angst. "Wer die Therapie versteht, akzeptiert sie auch". Der Mediziner bleibt mit seiner Frau, einer Gynäkologin, vor einem dreidimensionalen Modell einer Tumorzelle stehen. "Diese Art der Wissensvermittlung würde sich prima für den Unterricht eignen", sagt er. "Auch Biologie- und Medizinstudenten können sich da noch ein paar Infos holen."

Tesch wird Patienten und deren Angehörigen die Ausstellung weiter empfehlen. Der Onkologe findet es schade, daß die Schau in andere Städte weiterzieht: "Ich könnte es mir auch gut als Daueraustellung vorstellen." (ine)

Der Zug gegen Krebs ist jeweils von neun bis 19 Uhr geöffnet. Zwischen 16.30 und 18 Uhr stehen zwei Krebs-Experten für Gespräche zur Verfügung. Weitere Infos unter www.zuggegenkrebs.com

Die nächsten Stationen:

26./27. April: Hamburg-Altona
3./4. Mai: Straßburg

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