Ärzte Zeitung, 17.06.2004

Neue Therapie gegen Pankreas-Ca wird geprüft

NEU-ISENBURG (eb). Für eine Studie, aus der sich eine neue Therapie für Patienten mit Pankreas-Ca ergeben könnte, hat der Aufsichtsratsvorsitzende der MLP AG, Manfred Lautenschläger, der Heidelberger Stiftung Chirurgie 300 000 Euro zur Verfügung gestellt.

In der Studie soll ein in den USA erfolgreich getestetes neues Therapieschema mit der besten klinisch erprobten Therapie verglichen werden, so das Universitätsklinikum Heidelberg.

In der US-Studie wurden Patienten mit Pankreas-Ca nach Entfernung des Tumors mit einer Dreifach-Kombination aus Chemotherapie, Bestrahlung und Interferon alpha behandelt. Nach zwei Jahren lebten 64 und nach fünf Jahren noch 55 Prozent der Patienten.

Die Ergebnisse können wegen der kleinen Patientenzahl und des Fehlens einer Kontrollgruppe bislang nicht als Standardtherapie gewertet werden. Sie müssen in einer kontrollierten klinischen Studie überprüft werden. Das neue Behandlungsschema soll nun in der Heidelberger Studie (CapRI für adjuvant ChemoRadioImmuntherapy of pancreatic carcinoma) mit den Ergebnissen der größten Studie ESPAC-1 verglichen werden, an der ebenfalls die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg beteiligt war.

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