Ärzte Zeitung, 06.10.2004

Krebshilfe startet Kampagne gegen das Passivrauchen

BERLIN (HL). Die Europawoche gegen den Krebs, die vom 11. bis 17. Oktober stattfindet, wendet sich mit einer Kampagne gegen das Passivrauchen. Das Ziel: Eltern, Lehrer und Erzieher sollen sich verpflichten, in Anwesenheit von Kindern nicht zu rauchen.

60 Prozent aller Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren leben in Raucherhaushalten, so Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Insgesamt sind etwa sechs Millionen Kinder betroffen.

Diese leiden nach Angaben von Dr. Volker Beck von der Deutschen Krebsgesellschaft doppelt so häufig wie Kinder in Nichtraucherhaushalten an Asthma, Husten, Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

Mit der Kampagne gegen das Passivrauchen wollen die Krebsgesellschaft, das Krebsforschungszentrum, das Aktionsbündnis "Nichtrauchen" und der Kinderschutzbund darauf aufmerksam machen, daß Rauchen in Anwesenheit von Kindern Körperverletzung ist und im Grunde genommen das Recht auf Unversehrtheit verletzt.

Die Deutsche Krebshilfe bietet Eltern, Erziehern und Lehrern einen Anreiz: Sie können sich als "rauchfreies Vorbild" verpflichten, in Anwesenheit von Kindern nicht zu rauchen. Eine entsprechende Erklärung läßt sich aus dem Internet herunterladen. Wer die Erklärung unterschreibt, erhält dafür von der Krebshilfe eine Urkunde.

Informationen zum Thema unter www.krebshilfe.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »