Ärzte Zeitung, 10.01.2005

Mit drei Wirkstoffen gegen Multiples Myelom

SAN DIEGO (pr). Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Multiplen Myelom profitieren möglicherweise von der Kombinationstherapie Oblimersen, Thalidomid plus Dexamethason. Dies geht aus einer Phase-II-Studie hervor.

"Es sieht so aus, als würde sich mit Oblimersen die Therapieresistenz mit Thalidomid plus Dexamethason bei diesen Patienten überwinden lassen", sagte Professor Ashrof Badros aus Baltimore bei der 46. Jahrestagung der American Society of Hematology in San Diego.

In der Studie wurden 33 Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Multiplen Myelom zwei Jahre lang mit der Dreifach-Kombination behandelt. Von 30 Patienten sprachen 24 an, im Mittel etwas länger als ein Jahr, zwei von ihnen komplett, zwölf partiell. Sechs Patienten half auch diese Behandlung nicht.

Die Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, lebten im Mittel ein Jahr, ohne daß sich die Krankheit verschlimmerte. Die Lebenszeit lag bei 17 Monaten. Patienten, die auf die Therapie ansprachen, hatten vermehrt polyklonale IgM-Antikörper im Blut, ein Hinweis auf die Aktivierung der unspezifischen Immunabwehr.

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