Ärzte Zeitung, 04.02.2005

BUCHTIP

Therapiewahl bei Krebs

Immer mehr Krebs-Kranke wollen bei der Wahl der Therapie mitentscheiden. Betroffene sind oft bereits vor dem ersten Arztbesuch über ihre Erkrankung sowie Therapie-Optionen informiert und vertreten selbstbewußt ihre Bedürfnisse und Überzeugungen. Das stelle Ärzte mitunter vor neue Herausforderungen, so die Professoren Hans Helge Bartsch und Joachim Weis von der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg.

Um die Wünsche der Patienten zu erkennen, sie ernstzunehmen und entsprechend damit umzugehen, haben die Onkologen das Buch "Gemeinsame Entscheidung in der Krebstherapie - Arzt und Patient im Spannungsfeld der Shared Decision" herausgegeben. Das Buch faßt ein Freiburger Symposium der beiden Arbeitsgemeinschaften der Deutschen Krebsgesellschaft, der für Rehabilitation, Nachsorge und Sozialmedizin sowie der für Psychoonkologie, zusammen.

Die Kapitel liefern Denkanstöße zur Verbesserung der Kommunikation bei der Diagnostik, Behandlung und Begleitung von Tumorkranken. Das Themenspektrum gibt Kollegen eine Orientierung für eine kompetente Beratung krebskranker Patienten. Anhand neuer Daten werden etwa die Bedeutung des Internets als Wissensquelle für Patienten sowie auch damit verbundene Probleme der Qualitätssicherung diskutiert. (hsr)

Hans Helge Bartsch, Joachim Weis (Hrsg.): Gemeinsame Entscheidung in der Krebstherapie - Arzt und Patient im Spannungsfeld der Shared Decision; S. Karger Verlag Freiburg 2004; 140 Seiten. 34,50 Euro, ISBN 3-8055-7785-0

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