Ärzte Zeitung, 09.03.2005

Patienten mit Fatigue profitieren von Bewegung

KÖLN (ugr). Über das Fatigue-Syndrom, also extreme Erschöpfungszustände, und dessen Ursachen ist noch wenig bekannt. Bislang gibt es nur wenig gesicherte und erfolgversprechende Therapien. Belegt ist aber in mehreren Studien, daß Bewegung und Sport helfen, chronische Müdigkeitszustände zu verbessern.

Sportwissenschaftler der Freien Universität Berlin etwa haben Krebspatienten während der Behandlung ein Fahrradergometer ans Bett gestellt und sie regelmäßig - je nach individueller Leistungsfähigkeit - trainieren lassen.

Die Patienten hatten weniger Schmerzen, waren weniger erschöpft und konnten schneller das Krankenhaus verlassen, als sonst üblich. Die Deutsche Fatigue Gesellschaft hat in Zusammenarbeit unter anderen mit der Deutschen Sporthochschule Köln jetzt einen Ratgeber im DIN-A-5-Format herausgegeben, der viele Tips und Informationen rund um das Thema Bewegung und Sport bei tumorbedingtem Müdigkeitssyndrom gibt.

Die Broschüre "Fitness trotz Fatigue" enthält viele Schaubilder mit gymnastischen Übungen, ein Trainingstagebuch sowie ausführliche Anleitungen zu Nordic Walking und Entspannungsverfahren.

Die Broschüre ist kostenlos und kann bestellt werden bei: Deutsche Fatigue Gesellschaft, Maria-Hilf-Straße 15, 50677 Köln, Tel.: 0221-9311596, Fax: 0221-9311597, E-Mail-Adresse: info@ deutsche-fatigue-gesellschaft.de, Internet: www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »