Ärzte Zeitung, 27.10.2005

Bald neuer Urintest auf Harnblasenkrebs?

CHICAGO (ddp.vwd). Eine erhöhte Aktivität des Enzyms Telomerase im Urin weist auf Blasenkrebs hin und kann deshalb als Markersubstanz für diese Krebsform genutzt werden.

Damit wird es wohl bald eine neue nicht-invasive Option zur Früherkennung von Blasenkrebs geben. Das berichten Kollegen um Dr. Maria A. Sanchini vom Morgagni-Pierantoni Krankenhaus in Forli in Italien (JAMA 16, 2005, 2052).

Das Team hatte 218 Männer untersucht, darunter 134 Patienten mit Blasentumoren. Der Test sei vor allem bei erhöhtem Risiko eine Option, also etwa für Raucher, die im Vergleich zu Nichtrauchern ein dreifach erhöhtes Blasenkrebs-Risiko haben, so die Forscher.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 15 000 Menschen neu an Harnblasenkrebs.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »