Ärzte Zeitung, 10.01.2006

Intraperitoneale Chemo hilft bei Ovarialkarzinom

BALTIMORE (ple). Frauen mit Ovarial-Ca profitieren offenbar mehr von einer zusätzlichen intraperitonealen Therapie mit Paclitaxel plus Cisplatin als von einer ausschließlich intravenösen Kombi-Therapie.

Einer US-Studie zufolge läßt sich durch die intraperitoneale Therapie die progressionsfreie Zeit um mehr als fünf auf fast 24 Monate und das Gesamtüberleben im Vergleich zur Gruppe nur mit intravenöser Therapie um fast 16 Monate auf etwa 66 Monate verlängern (NEJM 354, 2006, 34).

An der Studie nahmen 429 Frauen teil, die an einem Ovarial-Ca erkrankt waren und deren Resttumor nach der Operation im Durchmesser jeweils nur noch höchstens ein Zentimeter groß war. In der Verumgruppe erhielten die Frauen zunächst intravenös Paclitaxel.

Am zweiten Tag wurde über einen Katheter Cisplatin und am achten Tag Paclitaxel - jeweils intraperitoneal - verabreicht. In einem Kommentar im NEJM wird das Ergebnis als einer der größten Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie bewertet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »