Ärzte Zeitung, 17.05.2006

Malignität des Neuroblastoms vorhersagbar

NEU-ISENBURG (eb). Mit einem in Essen getesteten Biochip läßt sich die Aggressivität eines Neuroblastoms vorhersagen. Mit dem Biochip können 12 000 Gene gleichzeitig analysiert werden.

Getestet haben den Genchip Wissenschaftler um Professor Angela Eggert von der Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie an der Universität Essen. Mit dem Chip prüften sie, ob in aggressiven und weniger aggressiven Tumoren von 68 Kindern - deren Krankheitsverlauf war bekannt - bestimmte Gene unterschiedlich aktiv waren.

Die Onkologen identifizierten 39 Gene, die die Malignität von Tumoren charakterisieren. Der Verlauf der Erkrankung ließ sich mit einer Genauigkeit von 80 Prozent aufgrund der Aktivität der Gene nachvollziehen.

Eggerts Forschung ist ein Projekt des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN). Wie das Forschungsnetz mitteilt, soll nun geklärt werden, ob sich schon zu Krankheitsbeginn mit Hilfe des Biochips der Krankheitsverlauf vorhersagen und damit auch die Therapie anpassen läßt.

Die 39 identifizierten Gene sind zudem die Grundlage für die Entwicklung neuer Therapien. Die Forscher erhoffen sich maßgeschneiderte Arzneien mit minimalen Nebenwirkungen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »