Ärzte Zeitung, 02.11.2006

Verteilung der Chromosomen bei Krebs gestört

Defekte Zellteilung. Die Chromosomen (rot) werden durch röhrenförmige Fäden (grün) nicht korrekt auf die beiden Tochterzellen verteilt. Foto: MPl für molekulare Genetik

BERLIN (ple). In Krebszellen ist häufig die Chromosomenverteilung gestört. Berliner Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik haben jetzt herausgefunden, wie es zu solchen Störungen kommen kann.

Bei Krebs ist offenbar die normalerweise scharfe Überwachung der korrekten Chromosomenverteilung auf die beiden Tochterzellen nur unzureichend. Die Berliner Forscher haben jetzt neue daran beteiligte Eiweiße identifiziert (Science 314 / 5799, 2006, 654).

Diese Proteine sitzen jeweils an den beiden Enden jener Zellfäden, die für die gleichmäßige Verteilung verdoppelter Chromosomen bei der Zellteilung sorgen. Dadurch erhält jede Tochterzelle die gleiche Chromosomenzahl. In Krebszellen sind die beteiligten Eiweißmoleküle verändert oder nicht in der richtigen Menge vorhanden, was diagnostisch oder therapeutisch eines Tages genutzt werden könnte.

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