Ärzte Zeitung, 01.10.2007

Krebs-Patientin bekommt seltene Zeckenkrankheit

JENA (eis). In Thüringen hat sich eine Frau mit Babesiose infiziert. Die Krebspatientin mit Chemotherapie hat den Infekt offenbar bei Bluttransfusionen erworben.

Babesiose ist ein Malaria-ähnlicher Infekt der von Protozoen der Gattung Babesia hervorgerufen wird. Bei der Leukämie-Patientin waren nach heftigen Brustschmerzen und Myokardverdacht Babesia microti isoliert worden. Das berichten Dr. Anke Hildebrandt von der Universität Jena und ihre Kollegen (Eur J Clin Microbiol Dis 26, 2007, 595).

Die Frau hatte mehrere Bluttransfusionen erhalten, bei einem beteiligten Blutspender wurden spezifische Antikörper gefunden. Vermutlich stammen die Erreger ursprünglich aus Zecken, die in Deutschland häufig Träger von Babesien sind. Besonders bei Immungeschwächten mit unklarem Fieber sei Babesiose künftig häufiger zu erwarten, so Hildebrandt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »