Ärzte Zeitung, 27.02.2008

Forschung an Unikliniken nur schlecht möglich

BERLIN (ami). Die Strukturen des öffentlichen Dienstes an Unikliniken stehen der Forschung im Weg. Diese Auffassung vertrat Professor Michael P. Manns, Leiter des Zentrums Innere Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), beim Deutschen Krebskongress.

Manns plädierte zwar nicht direkt für die Privatisierung von Unikliniken, zeigte sich jedoch überzeugt, "dass Öffentlicher Dienst und Leistungsorientierung nicht zusammenpassen und dass Öffentlicher Dienst und Wissenschaft ein Widerspruch in sich sind".

Vor allem die Vergütungsstrukturen für Forscher an Unikliniken hält der Onkologe für wissenschaftsfeindlich. "Forschung wird in Deutschland vergleichsweise schlecht bezahlt", so Manns. Als "Katastrophe" bezeichnete er die W-Besoldung, die forschende Mediziner schlechter stelle als ihre klinisch tätigen Kollegen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »