Ärzte Zeitung, 03.04.2008

KONGRESS-NEWS

Aids-Pneumonie immer häufiger auch bei Krebs

aids-pneumonie immer häufiger auch bei krebs

Die Aids-definierende Pneumonie PcP durch Pneumocystis carinii, inzwischen als P. jiroveci bezeichnet, kommt offenbar immer öfter auch bei Patienten vor, die nicht HIV-infiziert sind, etwa bei Krebs-Patienten oder Patienten mit rheumatischen Erkrankungen. Das geht aus einer Untersuchung am Klinikum Regensburg hervor. Von fast 70 Patienten mit PcP hatten zwischen 2004 und 2007 etwa 40 Prozent eine maligne Erkrankung, 27 Prozent waren HIV-positiv und 15 Prozent hatten eine rheumatische Erkrankung. (ple)

Preis für Arbeit zur vaskulären Regeneration

Dr. Konstantinos Stellos vom Universitätsklinikum Tübingen hat den mit 10 000 Euro dotierten Paul-Schölmerich-Preis für Innere Medizin erhalten. Er wird damit für seine wissenschaftliche Arbeit zur Bedeutung von Blutplättchen bei der vaskulären und myokardialen Regeneration geehrt. Die von dem Unternehmen Actavis unterstützte Auszeichnung wurde vom Fachbereich Medizin-Naturwissenschaften der Deutsch-Rumänischen Akademie beim Internisten-Kongress vergeben. Der zweite Preis ging an Dr. Philipp Bahrmann aus Jena, der dritte Preis an Dr. Michael Lauterbach aus Mainz. (jma)

Atemluft bei Rauchern hat niedrigen pH-Wert

Der pH-Wert im exhalierten Atemwegskondensat ist möglicherweise ein sensitiveres Zeichen für eine Entzündung als das Zytokin Interleukin 8 (IL-8). Das haben Pneumologen aus Gießen und Marburg in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus München bei Untersuchungen mit Rauchern und gesunden Nicht-Rauchern herausgefunden. Der mittlere pH-Wert bei Rauchern lag in ihrer Untersuchung bei 7,3. In der Gruppe der Nicht-Raucher lag er bei 8,2. Die IL-8-Werte unterschieden sich nicht wesentlich. (ple)

Blutzucker ist auf Bergen frühzeitig zu messen

Münchner Endokrinologen empfehlen Typ-1-Diabetikern bei körperlicher Aktivität in alpiner Höhe - im Vergleich zu Aktivitäten im Tal - früher den Blutzucker zu messen, die Insulindosis zu reduzieren und die Kohlenhydrat-Aufnahme zu erwägen. In einer kleinen Studie hatten die Endokrinologen herausgefunden, dass in einer Höhe von 2650 m (Zugspitze) bei Belastung ein Blutzucker-Abfall signifikant früher zu erwarten ist als bei etwa 500 m Höhe. Bei 6 von 8 Teilnehmern war in der Höhe bereits 25 Minuten nach Beginn der Belastung (Fahrradergometer 75 Watt für 2 Stunden) der Blutzuckerwert signifikant verringert (von 140 auf etwa 125 mg / dl) im Vergleich zum Beginn der Belastung. Im Tal war der Unterschied erst zwei Stunden nach Belastungsbeginn signifikant. (ple)

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