Ärzte Zeitung online, 15.07.2008

Krebs durch Alkohol

HEIDELBERG (dpa). Etwa vier Prozent aller Krebserkrankungen sind nach Untersuchungen des Heidelberger Alkoholforschers Professor Helmut Seitz auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen.

Wie das Universitätsklinikum Heidelberg mitteilt, untersucht der Ärztliche Direktor am Krankenhaus Salem seit 30 Jahren Mechanismen und genetische Voraussetzungen von Krebserkrankungen durch Alkoholkonsum.

Seinen jüngsten Forschungen zufolge ist der Körper unter chronischem Alkoholeinfluss nicht mehr in der Lage, sogenannte freie Radikale unschädlich zu machen. Da der Schutzmechanismus nicht mehr funktioniere, kommt es nach Aussagen von Seitz zu schweren Schäden im Erbgut der Leber und das Krebsrisiko wird erhöht.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen in Kürze veröffentlicht werden. Auf dem Kongress der Internationalen Gesellschaft für Alkoholforschung in Washington Ende Juni stellte Seitz erste Ergebnisse vor.

Weitere Infos: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=15

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »