Ärzte Zeitung online, 22.05.2009

Atommüll-Lager Asse: Bundesamt prüft Strahlenbelastung aller Mitarbeiter

SALZGITTER (dpa). Die Gesundheit der Beschäftigten des maroden Atommüll-Lagers Asse wird systematisch überprüft. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter will herausfinden, ob Krebs- und Leukämie-Erkrankungen von ehemaligen Asse-Mitarbeitern mit ihrer beruflichen Strahlenbelastung zusammenhängen.

Atommüll-Lager Asse: Bundesamt prüft Strahlenbelastung aller Mitarbeiter

Warnschild der Internationalen Atomenergie-Agentur.

Foto: IAEA

Das BfS als neuer Betreiber werde alle verfügbaren Messungen sammeln, dokumentieren und auswerten, teilte die Behörde mit. Auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft die Fälle von drei an Krebs erkrankten Ex-Mitarbeitern der Asse. 

In dem Salzstock werden seit 1967 schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert, aber auch Tierkadaver und Giftmüll wurden dort entsorgt. Weil in das Bergwerk Wasser eindringt, ist es teilweise einsturzgefährdet. Seit längerem wird deswegen darüber diskutiert, ob der Müll geborgen werden muss oder wie er dauerhaft sicher gelagert werden kann. 

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