Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

EU warnt: Isotopen-Mangel bedroht Nuklearmedizin

Versorgung wurde in vergangenen drei Jahren bereits fünfmal unterbrochen

BRÜSSEL (dpa). Den Nuklearmedizinern droht der Stoff für ihre oft lebensrettenden Untersuchungen auszugehen. Die EU-Kommission forderte am Freitag in Brüssel ein rasches Handeln der EU-Regierungen, um einem drohenden Mangel an Radioisotopen abzuwenden. Diese sind unter anderen von entscheidender Bedeutung für die Krebsdiagnostik.

Das "dringliche Problem der Versorgungsknappheit" bei Radioisotopen müsse vor allem durch den Bau neuer Reaktoren gelöst werden, die diese Stoffe herstellen können. Alleine in Europa werden der Kommission zufolge jährlich rund neun Millionen Menschen mit diesen Radioisotopen behandelt. In den vergangenen drei Jahren sei die Versorgung mit den weltweit immer stärker gefragten Radioisotopen bereit fünfmal unterbrochen worden.

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