Ärzte Zeitung, 27.08.2010

Shiatsu lindert Beschwerden durch Chemotherapie

WETTINGEN/SCHWEIZ (ars). Shiatsu lindert nach einer Chemotherapie die unerwünschten Wirkungen und beschleunigt die Erholung. Daran erinnert die Shiatsu Gesellschaft Schweiz in einer Mitteilung, in der sie sich auf eine Studie am Krankenhaus von Saintes in Frankreich beruft. Die 16 Teilnehmer bewerteten die Intensität des Unwohlseins auf einer Skala von 1 bis 10. Nach den Sitzungen hatten sich die Beschwerden um 40 und 83 Prozent verringert. Der auffälligste Vorteil ergab sich bei Erbrechen, Übelkeit und Mundproblemen, am wenigsten besserte sich die Müdigkeit.

Shiatsu ist eine aus Japan stammende, in der traditionellen fernöstlichen Philosophie und Gesundheitslehre wurzelnde Therapie. Mit spezifischen Grundtechniken wie senkrechtem Daumendruck und Anlehnen sowie Spezialmethoden wie Einsatz von Ellbogen, Knien, Gelenk-Rotationen oder Dehnungen stärkt der Therapeut energiearme Bereiche, löst Blockaden, dehnt und lockert Muskeln und mobilisiert Gelenke. So sollen die Lebensfunktionen unterstützt und harmonisiert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »