Ärzte Zeitung online, 30.11.2010

Ärzte bildeten Luftröhre aus Knorpel und Haut

PARIS (dpa/eis). Französische Chirurgen haben bei Krebspatienten mit Transplantaten, die aus Haut und Knorpel der Patienten geformt wurden, die zerstörte Luftröhre wieder aufgebaut.

Die Ergebnisse der Methode hat das Ärzteteam mit den Chirurgen Philippe Dartevelle und Frédéric Kolb jetzt im Surgical Center Marie Lannelongue in dem Ort Le Plessis Robinson südlich von Paris als Weltpremiere präsentiert.

Bei den Transplantaten wurde aus einem Stück Haut des Patienten sowie zur Verstärkung Knorpelgewebe aus den Rippen eine Röhre geformt. Die Technik werde zum Beispiel auch genutzt, um mit Transplantaten verstümmelte Nasen wieder aufzubauen. Abstoßungsreaktionen werden vermieden, weil körpereigenes Gewebe verwendet wird.

Die Ärzte haben nach ihren Angaben in den vergangenen sechs Jahren sieben Krebspatienten mit der Methode behandelt. Fünf hätten die Operation gut überstanden, zwei Patienten seien an Atemwegs-Infektionen gestorben.

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