Ärzte Zeitung online, 09.05.2011

Individuelle Therapie bei Hirntumoren nötig

HAMBURG (dpa/eb). Neue Genmarker, die Forschung an Ursprungszellen und eine bessere Diagnose sollen den Kampf gegen bösartige Hirntumoren voranbringen.

"Mit den Wirkstoffen, die bei anderen Krebserkrankungen helfen, kommen wir bei Hirntumoren nicht weiter", sagte Professor Manfred Westphal vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Montag (9. Mai) auf der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) in Hamburg. Daher suchen die Experten nach Wegen zur individuellen Therapie.

Die meisten bösartigen Hirntumore sind Gliome. Laut DGNC bilden sie keine Tochtergeschwülste außerhalb des Gehirns, dennoch sind sie sehr aggressiv. Obwohl Gliome in vielerlei Hinsicht einzigartig seien, gebe es häufig auch Parallelen zu Krebserkrankungen in anderen Organen.

"Gliome sind zu Mustertumoren geworden, an denen Mechanismen des Tumorwachstums und Konzepte einer personalisierten Therapie entwickelt werden", sagte Professor Jörg-Christian Tonn, Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik vom Klinikum der Universität München. Dafür bedürfe es allerdings noch einer weiteren intensiven Forschung.

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