Ärzte Zeitung, 18.03.2005

Bevacizumab lebensverlängernd bei Lungenkrebs

NEU-ISENBURG (eb). Durch die zusätzliche Behandlung mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab (Avastin®) läßt sich offenbar das Überleben von Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) signifikant verlängern.

Dies berichtet das Unternehmen Hoffmann-La Roche nach der Zwischenauswertung einer Phase-III-Studie mit 878 Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung. Die Patienten erhielten die Chemotherapie Paclitaxel plus Carboplatin zusammen mit Bevacizumab oder Placebo.

Wie das Unternehmen mitteilt, wurde die Studie jetzt beendet, weil der zuvor definierte Endpunkt für die Wirksamkeit frühzeitig erreicht worden ist. Die zusätzliche Behandlung mit Bevacizumab sei gut vertragen worden. Die Studiendaten sollen für den Jahreskongreß der American Society of Clinical Oncology - vom 13. bis 17. Mai 2005 in Orlando im US-Staat Florida - eingereicht werden.

Avastin® ist bereits zur Erstbehandlung von Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs in Kombination mit einer Chemotherapie - 5-Fluorouracil/Folinsäure intravenös oder 5-Fluorouracil/Folinsäure plus Irinotecan intravenös in Europa zugelassen. In der Zulassungsstudie konnte das Überleben der Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs, wie berichtet, um durchschnittlich fünf Monate (20,3 versus 15,6 Monate) verlängert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »