Ärzte Zeitung online, 20.11.2008

Viele Mädchen lassen sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen

BERLIN (dpa). Rund anderthalb Jahre nach der offiziellen Impfempfehlung gegen Gebärmutterhalskrebs haben bereits mehr als die Hälfte der 15- bis 17-jährigen Mädchen die Spritze bekommen. In dieser Altersgruppe liege die Impfrate bei 59 Prozent, berichtete die Deutsche Krebsgesellschaft am Donnerstag in Berlin.

Von den 12- bis 14-jährigen Mädchen seien bereits 39 Prozent geimpft. Mit der Impfung können sich Mädchen gegen besonders gefährliche Typen von Warzenviren (Humane Papillomviren, HPV) schützen, die meist beim Sex übertragen werden und Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Die Kosten für die Impfungen bei 12- bis 17-Jährigen übernehmen die Krankenkassen.

An Gebärmutterhalskrebs erkranken in Deutschland jährlich mehr als 6000 Frauen, 1700 sterben daran. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hatte im Frühjahr 2007 eine allgemeine Impfempfehlung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren ausgesprochen.

www.krebsgesellschaft.de

Lesen Sie dazu auch:
Der Impfstoff Gardasil® gewinnt den Prix Galien International 2008

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »