Ärzte Zeitung online, 26.02.2009

Koffein schützt Haut vor UV-Schäden - Forscher finden heraus warum

BOSTON (ple). US-Forscher haben herausgefunden, wie Koffein die Haut vor den schädlichen Einflüssen der UV-Strahlung schützen kann. Anlass der Untersuchungen war die Beobachtung in mehreren Studien, dass Tee- und Kaffeetrinker eine verringerte Rate an Malignomen der Haut (ohne Melanom) haben als Menschen, die die Getränke eher meiden.

Bereits in Tierversuchen konnte belegt werden, dass oral verabreichtes oder topisch aufgetragenes Koffein Schäden durch UV-Strahlen beheben und vor maligne Veränderungen der Haut schützen kann. So werden zum Beispiel UV-geschädigte Keratinozyten durch Apoptose, also durch den programmierten Zelltod beseitigt.

US-amerikanische Forscher um Dr. Thimothy P. Heffernan vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston haben sich die Keratinozyten der Haut etwas genauer angeschaut, um die Koffein-Effekte aufzuklären. Wie sie in der Zeitschrift "Journal of Investigative Dermatology" online berichten, unterbricht Koffein offenbar den regulären Zellzyklus an einer bestimmten Stelle. Die Folge ist, das sich die Zelle selbst durch programmierten Zelltod zerstört. Bei Keratinozyten, die nicht mit UV-B-Licht bestrahlt wurden, war das nicht der Fall.

Es gibt bereits einen spezifischen Hemmstoff - mit der Forschungsbezeichnung PF610666 - der genau an der untersuchten Stelle im Zellzyklus angreift. Die Forscher hoffen damit, durch ähnliche, verträgliche Hemmstoffe eines Tages vor UV-Schäden schützen

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