Ärzte Zeitung online, 30.07.2009

Krebshilfe fordert: Solarien generell meiden

OSNABRÜCK(dpa). Die Deutsche Krebshilfe hat dazu aufgerufen, Solarien generell zu meiden. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe) äußerte sich Hauptgeschäftsführer Gerd Nettekoven alarmiert über neue Forschungsergebnisse.

Er forderte, konsequent und ohne Zeitverlust das am 10. Juli vom Bundesrat gebilligte Gesetz umzusetzen, das ein Solarienverbot für Minderjährige vorsieht und Anfang 2010 in Kraft treten soll. "Auch Erwachsenen raten wir generell davon ab, sich künstlich zu bräunen", warnte Nettekoven.

Um diejenigen zu schützen, die sich nicht von Solarienbesuchen abhalten ließen, hält die Deutsche Krebshilfe eine weitere Beschränkung der Bestrahlungsstärke, Qualitätsgarantien sowie deren konsequente Überprüfung für zwingend notwendig.

Eine Untersuchung der Internationalen Krebsagentur (IARC) stuft Solarien und andere UV-Bräunungsgeräte in die höchste Krebsrisiko-Kategorie ein, wie die Fachzeitschrift "The Lancet Oncology" berichtete. Nach Angaben von Nettekoven erkranken in Deutschland jährlich rund 140 000 Menschen neu an Hautkrebs.

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