Ärzte Zeitung online, 28.09.2009

Bald Durchbruch in der Therapie bei Melanom?

BERLIN (eb). Die Therapie bei fortgeschrittenem Melanom könnte in Zukunft deutlich einfacher werden. Das Team um Dr. Paul Chapman aus New York stellte in einer Hautkrebs-Studie fest, dass der Tumor bei jenen Patienten geschrumpft ist, die zweimal täglich mit 960 mg PLX4032 behandelt worden waren. Das neue Präparat blockiert die Aktivität der kanzerogenen Mutation des BRAF-Gens.

Das BRAF-Gen ist an der Ausbildung von rund 50 Prozent der Melanome und 5 Prozent der kolorektalen Karzinome beteiligt. Die Prognose bei Melanom ist schlecht, wenn es zu Metastasen gekommen ist.

Chapman, Arzt in der Abteilung für Melanome und Sarkome am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York (USA), stellte auf Europas größtem Krebskongress ECCO 15 - ESMO 34 in Berlin die neue Studie vor. Sie zählte zu den meist diskutierten Studien der Tagung mit 15 000 Experten aus 120 Ländern.

Die Frage, ob und wie neue Behandlungen und Medikamente die Lebensqualität der Patienten verbessern könnten, war das zentrale Thema der meisten Präsentationen, die auf dem ECCO 15 - ESMO 34 vorgestellt und diskutiert worden waren. Insgesamt waren in mehr als 2000 Veranstaltungen neue Forschungsergebnisse diskutiert worden.

Abstract der Studie "Early efficacy signal demonstrated in advanced melanoma in a phase I trial of the oncogenic BRAF-selective inhibitor PLX4032"

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