Donnerstag, 9. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 22.02.2010

Blutmarker für das Krebsrisiko nach Organtransplantation

OXFORD (ple). Bei Patienten mit einer Spenderniere lässt sich das Risiko für eine Hautkrebserkrankung möglicherweise an bestimmten Immunzellen im Blut ablesen.

Aufgrund der immunsuppressiven Therapie, mit der die Abstoßung eines Transplantats verhindert werden soll, kann bekanntlich das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht sein. Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ist für diese Patienten das Risiko bis zum Sechsfachen erhöht.

Die immunsuppressive Therapie über mehrere Jahre führt dazu, dass auch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines bestimmten Hautkrebses, nämlich eines Plattenepithelkarzinoms, deutlich erhöht ist. Nach zehn Jahren Immunsuppression bekommen etwa 30 Prozent der Organempfänger diesen Krebs.

Das Immunsystem der Transplantat-Empfänger mit Hautkrebs genauer angeschaut haben sich jetzt britische und australische Immunologen (J Am Soc Nephrol online). Patienten, bei denen viele regulatorische T-Zellen und nur wenige natürliche Killerzellen im Blut waren, hatten ein um das Fünffache höheres Risiko, Hautkrebs zu bekommen, als Patienten mit unveränderten Zellspiegeln.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Deutsche Ärzte empört über Sterbehilfe-Initiative in Holland

In den Niederlanden soll es ab März mobile Teams geben, die auf Wunsch Patienten zu Hause Sterbehilfe leisten. Deutsche Ärzte zeigen sich schockiert. mehr »

Klärt das Internet auf - oder verwirrt es?

Wie relevant ist das Web für Patienten? Fast unumgänglich, um Informationen zu bekommen, sagen die Kassen. Es gibt aber auch ganz andere Stimmen. mehr »

Unisex-Tarife kommen PKV-Kunden teuer zu stehen

Die privaten Krankenversicherer werden die Policen ihrer bestehenden Kunden nicht auf die neuen Unisex-Tarife umstellen, die ab Dezember für das Neugeschäft Pflicht sind. Die Folgen fallen für Männer und Frauen unterschiedlich aus. mehr »