Ärzte Zeitung, 21.03.2007

Koloskopie-Nutzen bestätigt

Darmkrebs-Patienten nach Op profitieren von Nachsorge

SEATTLE (ple). Eine US-Studie bestätigt, dass Darmkrebs-Patienten nach der Op von der Koloskopie-Nachsorge profitieren. Sie trägt dazu bei, dass nach fünf Jahren mehr Patienten noch am Leben sind als wenn keine Koloskopie erfolgt.

In der Studie mit mehr als 1000 Darmkrebs-Patienten über 60 Jahre lebten nach fünf Jahren noch etwa 77 Prozent jener Patienten, bei denen nach der Op mindestens einmal eine Koloskopie gemacht worden war. In der Vergleichsgruppe ohne Koloskopie lebten nur noch 52 Prozent. Der Nutzen der Koloskopie war unabhängig davon, ob sie innerhalb von 18 Monaten, zwischen 18 und 35 oder zwischen 36 und 60 Monaten nach der Diagnose gemacht wurde (Clin Gastroenterol Hepatol-Online).

Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechelkrankheiten empfiehlt zur Erkennung von Lokalrezidiven und Zweitumoren, alle Patienten präoperativ oder innerhalb von sechs Monaten nach Op zu koloskopieren. Eine Koloskopie zur Erkennung von metachronen Karzinomen oder Polypen sei nach drei Jahren und dann alle fünf Jahre nötig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »