Ärzte Zeitung, 28.11.2008

Patienten-Urteil zur Koloskopie: Gut akzeptabel!

BERLIN (ars). Im Nachhinein ist's gar nicht so schlimm gewesen: Entgegen verbreiteter Bedenken stufen die meisten Patienten eine Darmspiegelung als gut annehmbar ein, hat sich bei einer Studie in Berlin herausgestellt.

76 Prozent der Patienten, die sich an der Umfrage zur Darmreinigung und zur Koloskopie beteiligt haben, bezeichneten das Verfahren als gut akzeptabel, teilt der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands mit. 16 Prozent empfanden die Untersuchung als etwas unangenehm.

Die zurückgemeldete Erfahrung der Patienten dokumentiere, dass mit den heutigen Methoden der Darmreinigung und mit modernen Koloskopie-Geräten die Untersuchung so gut wie immer problemlos verlaufe, lautet der Kommentar von Dr. Rolf Drossel, der an der Studie mit Medizinern der Charité maßgeblich beteiligt ist.

Sie belegt der Mitteilung zufolge außerdem die Qualität in den Praxen der niedergelassenen Gastroenterologen: Bei 97 Prozent der Patienten erfolgte eine vollständige und gründliche Inspektion, bei 0,6 Prozent wurden Karzinome entdeckt und bei knapp 20 Prozent Vorstufen. Die Komplikationsrate betrug 0,4 Prozent.

Grundlage der Studie waren Fragebögen, die zwischen Herbst 2006 und Frühjahr 2008 in 19 Berliner Praxen an knapp 13 000 Patienten bei Vorsorge-Koloskopien verteilt wurden mit der Bitte, sie nach einer Woche zurückzusenden.

www.gastromed-bng.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »