Ärzte Zeitung online, 05.03.2009

Ein Service-Paket zu Darmkrebs erleichtert Ihnen die Vorsorge

NEU-ISENBURG (ars). Jetzt ist die Zeit für Darmkrebs-Vorsorge! Die "Ärzte Zeitung" liefert Material: für Ärzte ein Wartezimmer-Plakat, erstellt mit der Felix Burda Stiftung, auf der Rückseite mit aktuellen Berichten. Außerdem gibt es verschiedene Infoblätter für Ärzte, Patienten und Interessierte zum Herunterladen.

Ein Service-Paket zu Darmkrebs erleichtert Ihnen die Vorsorge

Früh erkannt, ist Darmkrebs heilbar. Die Kampagne „Darmkrebsmonat März“ macht auf diese Chance aufmerksam und motiviert zu Vorsorge-Untersuchungen.
Ein kostenloses Plakat fürs Wartezimmer zum Bestellen und Patienteninfos finden Sie hier »

Die Infoblätter gibt es in zweierlei Ausführung. Eine ist für Ärzte gedacht, die sie mit Namen und Praxisstempel versehen und ihren Patienten geben können. Die zweite Version richtet sich an Patienten und Interessierte direkt. Bei beiden Varianten gibt es jeweils allgemeine Infos, Infos für Menschen über 55 und Infos für Menschen mit Darmkrebs in der Familie.

In unserer Umfrage Ende Februar hat ungefähr ein Drittel der knapp 700 teilnehmenden Ärzte angekreuzt: Ich habe vor, Patienten im Darmkrebsmonat März vermehrt auf Vorsorge anzusprechen. Fast ebenso viele wollten Infoblätter im Wartezimmer auslegen. Und nahezu zwei Drittel (Mehrfachnennungen waren möglich) bemühen sich das ganze Jahr über um Prävention. Egal, wie Ärzte vorgehen: Sie können unser Material nutzen. Mit im Kampagnen-Boot sitzen auch die Apotheker - etwa jene, die in einer Aktion in Essen kostenlos Stuhlbluttests an Kunden über 50 abgegeben haben.

Dass die Mühe sich lohnt, belegt eine Umfrage der Stiftung LebensBlicke: 73 Prozent der Patienten befolgen den Rat ihres Hausarztes zur Koloskopie. Und Studien zufolge senkt das Screening die Darmkrebs-Sterberate um 80 bis 90 Prozent.

Dieses Jahr möchte die Felix Burda Stiftung, die den Darmkrebsmonat seit 2002 alljährlich ausruft, den Blick besonders auf Risikogruppen lenken: auf insulinpflichtige Diabetiker, auf Übergewichtige und jene fünf Prozent der Bevölkerung, deren Vater, Mutter oder Geschwister Kolonkarzinome hatten.

Außer zu Tests auf okkultes Blut im Stuhl und Vorsorge-Untersuchungen können Ärzte ihre Patienten auch zu einem gesunden Lebensstil anhalten: viel Sport, Obst und Gemüse - und möglichst Verzicht auf Transfettsäuren, die reichlich in gebratenen und frittierten Speisen, Snacks und Knabbereien enthalten sind. Nach einer aktuellen Studie haben jene, die viel davon essen, ein um 90 Prozent höheres Risiko für Darmpolypen als jene, die wenig verzehren.

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