Ärzte Zeitung, 01.02.2012

Darmkrebsvorsorge: Interesse sinkt

Seit 2006 nehmen immer weniger GKV-Versicherte das Angebot einer Vorsorgekoloskopie wahr.

NEU-ISENBURG (eb). Vorsorgekoloskopien werden seit 2006 immer seltener in Anspruch genommen. Das geht nach Angaben des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) aus der Abrechnungsstatistik der KBV hervor.

Erstaunlich ist, dass die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung trotz jährlicher Aufklärungskampagnen um 35 Prozent gesunken ist. Vor zehn Jahren ist die Vorsorgekoloskopie in den Leistungskatalog aufgenommen worden.

In den darauf folgenden drei Jahren nahmen zunächst immer mehr Menschen dieses zusätzliche Vorsorgeangebot wahr. So ließen im Jahr 2003 307.728 GKV-Versicherte eine Vorsorgekoloskopie vornehmen.

Drei Jahre später waren es dann sogar bereits 630.263. Im Jahr 2010 wurde dieses Vorsorgeangebot dann allerdings nur noch 409.686 mal abgerechnet.

Der bng-Vorsitzende Dr. Dietrich Hüppe geht davon aus, dass ein bundesweites Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge die Teilnahmequoten erhöhen könnte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »