Ärzte Zeitung, 02.02.2012

Stammzellen bei Darmkrebs entdeckt

HEIDELBERG (bd). Nicht jede Krebsstammzelle metastasiert. Das zeigte sich auch beim Dickdarmkrebs, wie Forscher am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und dem dkfz in Heidelberg belegt haben.

Das Team um Professor Hanno Glimm markierte menschliche Darmkrebsstammzellen mit einem genetischen Barcode - einem Virus - und transplantierte sie in immundefiziente Mäuse. Es bildeten sich Tumoren und Metastasen.

Die Forscher verfolgten die markierten Darmkrebsstammzellen. Sie entdeckten sie im Tumorgewebe, im Blut, im Knochenmark und in den Metastasen, jedoch nur wenige Zellen. Somit konnten diese Metastasen nur von wenigen Darmkrebsstammzellen abstammen, folgern die Forscher.

Zudem wurde eine wichtige Untergruppe von Krebsstammzellen identifiziert, die die Forscher als Langzeit-tumorinitiierende Zellen bezeichnen: Sie zirkulieren im Blut und reichern sich im Knochenmark an.

Dabei bewahren sie ihr tumorinduzierendes Potenzial. Das befähigt sie, Metastasen zu bilden. Nachdem es den Forschern nun gelungen ist, Metastasenstammzellen zu identifizieren, sollen Strategien entwickelt werden, um diese auszuschalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »