Ärzte Zeitung online, 06.02.2009

Tumortherapie: Mikrokügelchen bekämpfen den Krebs von innen

Frankfurt/Main (eb). Mit kleinsten radioaktiven Kügelchen bekämpfen Mediziner der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt maligne Lebertumore. Die "Bestrahlung von innen" führen die Mediziner bereits seit über einem Jahr durch. Für 2009 planen sie 15 Behandlungen - überwiegend ambulant.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung werden bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) die Krebsherde nicht von außen bestrahlt, erklärt Professor Thomas Vogl. Bei der SIRT werden Millionen Mikrosphären über einen Katheter in die Leberarterie eingebracht und auf diese Weise direkt zum erkrankten Gewebe geleitet. Dort sammeln sich die radioaktiven Kunstharzkügelchen in den Blutgefäßen, die den Tumor versorgen, und geben ihre Strahlung ab.

"Mit der SIRT können wir Tumoren und Metastasen in der Leber präzise und hoch dosiert bestrahlen. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei weitgehend geschont", sagt Vogl.

Die SIRT hat sich an dem Frankfurter Institut als gängige Behandlungsmethode bei Leberkrebs etabliert, erklärt Vogl, der die Therapie institutsübergreifend mit seinen Kollegen aus der Nuklearmedizin durchführt.

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Radioaktive Mikrosphären zerstrahlen Lebermetastasen

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